This is an article in German. Click here to read the article on the web or continue reading below, where you’ll also find pieces translated to English. Note, there might be a few mistakes.

Lidia Antonini is a music reporter for HR3. This is her report on James Morrison.

When James came to Berlin on June 29, 2006 for promotion, no one could expect that only half a year later, James would have had so much success in Germany! His debut album sold more than 100,000 copies.

Cologne, January 13, 2007, Live Music Hall. With 1600 sold tickets, it’s James’ only concert in Germany and it’s sold out. Before the concert I met James in the hotel. We chatted about the past weeks and about his vacation with his girlfriend on Barbados. He looks refreshed, but still feels the stress of all the traveling and shows.

After the soundcheck we meet in a restaurant. There, James gets a beautiful surprise: he receives a golden record! There are only a few who can be so pleased as James was. It’s only his first album and he still needs to get used to his success. He’s still a guy who is really happy with the fact that he’s got a record deal and can make music for a living.

When Kim Wilde says in an interview that his music is great, James can hardly believe it. When the Sugababes compliment him, he asks: “you really mean me?” There were also a few people from Belgium who came to see James in concert. After he’d spoken briefly with them, he says: “Imagine, they came from Belgium to talk to me for five minutes.”

During the concert, we get confirmation on what James had said half a year before: he’s not a singer, he’s a person who transports emotions by music. And he’s right: James creates beautiful music. Never have I seen so many cuddling couples at a concert. He played the songs from his album, as well as two unknown songs and a cover. When he was young, he often listened to Cat Stevens, and therefore chose ‘The First Cut Is The Deepest’ to cover. He wants to make a point, he wants to show what his musical influences are. He’s not on stage alone. His band is young and merry. ‘Wonderful World’ turns into ‘Wonderful Girls’, which pleases the audience.

James will experience more and will learn a lot. For example, to change the set up of a concert. Or that it would be better not to smoke. With the last few songs, his voice becomes somewhat fragile.

James has a great future ahead. Does he want to achieve more? To make many good albums and mature as an artist? Does he understand what’s happening and which possibilities present themselves?

James hopes that success won’t change him and that he won’t forget how bad his life once was. And I hope he continues to make good music that remains nice and will mean something to everyone.

Original Article
Lidia Antonini berichtet für hr3.de aus der Pop-Welt. Wen sie dort trifft und was sie mit den Künstlern so alles erlebt, das gibt es exklusiv hier auf hr3.de zu lesen.

Als James Morrison sich am 29. Juni 2006 in Berlin einer handvoll Journalisten vorgestellt hat, konnte man nicht ahnen, dass nur ein halbes Jahr später der große Erfolg von James in Deutschland gefeiert werden würde! James hat sein Debütalbum “Undiscovered” mehr als 100.000 mal verkauft und gerade in den letzten Wochen fällt es besonders auf, dass die Songs von James Morrison überall zu hören sind.

Köln, 13. Januar 2007, die Live Music Hall: Mit 1600 verkauften Eintrittskarten ist das einzige Deutschland-Konzert von James Morrison restlos ausverkauft. Am Nachmittag vor dem Konzert habe ich James im Hotel getroffen. Wir haben über die vergangenen Wochen und über seinen Urlaub mit seiner Freundin Gill auf Barbados geplaudert. Er sieht erholt aus. Den Stress der vergangenen Wochen, all die Reisen und die vielen, vielen Termine, spürt er immer noch in den Knochen.

Nach dem Soundcheck treffen wir uns in einem Restaurant. Dort erlebt James eine schöne Überraschung: Er bekommt Gold für seinen großen “Undiscovered”-Erfolg in Deutschland! Es gibt wenige Menschen, die sich so freuen können wie James! Gleichzeitig ist er aber auch etwas aufgeregt, denn er hat noch nicht viel Bühnenerfahrung, erst ein Album am Start und er muss sich erst an den großen Erfolg gewöhnen. Wie geht er damit um? Er ist immer noch ein Junge, der sich wahnsinnig darüber freut, dass er überhaupt einen Plattenvertrag hat und seine Musik machen kann. Wenn ihm jemand sagt: “Deine Stimme erinnert an Otis Redding”, ist ihm das unangenehm. Wenn Kim Wilde beim Interview sagt, dass er tolle Musik macht, kann James es kaum glauben. Wenn die Sugababes ihm Komplimente machen, fragt er sie: “Meint Ihr wirklich mich?” Zum Konzert kamen auch ein paar Leute aus Belgien. Als er kurz mit ihnen gesprochen hat, sagt er verwundert: “Stell dir vor, sie sind aus Belgien gekommen um fünf Mminuten mit mir zu reden.”

Im Konzert bestätigt sich das, was James gesagt hat, als er sich vor einem halben Jahr als Künstler vorgestellt hat: In erster Linie ist er kein Sänger. Er ist jemand, der durch seine Musik Emotionen transportiert. Und das stimmt: James erzeugt mit seiner Musik eine wunderschöne Stimmung. Noch nie habe ich in einem Konzert so viele knutschende Pärchen gesehen. Er spielte die Songs vom Album, dazu noch zwei unbekannte Stücke und eine Coverversion: Als Kind hat er oft Cat Stevens gehört, deshalb hat er “The First Cut Is The Deepest” ausgesucht. Damit möchte er auch einen Akzent setzen. Er will zeigen wo seine musikalischen Wurzeln liegen. Auf der Bühne ist er nicht allein. Seine Band ist jung und fröhlich. Aus “Wonderful World” wird “Wonderful Girls” – das Publikum ist begeistert.

James wird mit der Zeit seine Erfahrungen machen und noch viel lernen. Auch, dass man ein Konzert dramaturgisch vielleicht anders aufbauen kann. Und dass es besser wäre wenn er nicht so viel rauchen würde. Bei den letzten Songs im Konzert wurde seine Stimme etwas brüchiger.

Nach dem Konzert haben sich einige Leute im Backstage Bereich getroffen. Dort gab es für hr3 auch eine Goldauszeihnung. Wofür? “The first believer” nennt man das: Wenn man von Anfang an dabei ist, wenn man einen unbekannten Küstler mit Überzeugung unterstützt und an Erfolg glaubt.

Vor James liegt eine große Zukunft. Hat er den nötigen Biss mehr zu erreichen? Viele gute Alben zu machen und als Künstler zu reifen? Begreift er was passiert und welche Möglichkeiten sich öfnen?

James hofft, dass der Erfolg ihn nicht verbiegen wird und dass er nicht vergessen wird wie schlimm er es einmal hatte. Und ich hoffe, dass er weiterhin gute Musik macht, dass er nett bleibt und für jeden ein Wort hat. So wie jetzt. “Sollte ich mich ändern und all das vergessen, gib mit einen Tritt in den A….” sagt er. Im Moment sieht es nicht danach aus, als ob das nötig sein wird.

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